Männer.Feuer.Gespräch am 20.1.2026

Am 20. Januar trafen wir uns zum ersten Männerfeuer 2026 zwischen Gemeindesaal und Kirche auf dem Vorplatz. Es war nasskalt und dunkel geworden. Das vorbereitete Holz in der Feuerschale war schon leicht feucht geworden. Doch mit vereinten Kräften gelang es uns, ein wärmendes Feuer zu entfachen.

Bald waren wir in ein Gespräch vertieft. Wie jedes Mal kamen Hunde mit ihren an der Leine geführten Begleitpersonen vorbei. Spazierende Passanten bestaunten uns einzeln und in kleinen Gruppen. Und nicht zum ersten Mal kam ein spontan eintreffender Gast vorbei und setzte sich zu uns an Feuer. Das erinnerte uns erneut daran, dass eine Gemeinschaft sich ergibt, auch wenn niemand sie geplant hat.

Unser Gesprächsfluss drehte sich um das Leben als evangelische Gemeinde in Vorarlberg. In einer zunehmend säkularen Gesellschaft treten religiöse Fragen spürbar zunehmend in den Hintergrund. Es scheint so, dass eine zunehmende Zahl an Menschen nicht mehr interessiert ist an Fragen wie „Wo komme ich her?“, „wo gehe ich hin?“ und „worin besteht der Sinn von dem allen hier?“. Es scheint, als ob viele Menschen ohne spirituelle Orientierung auskommen und sich eher auf ihre Rechtsschutzversicherung verlassen. Auch unsere Gemeinde spürt Veränderungen: Das Durchschnittsalter steigt, Jugendliche sind selten dabei.

Vielleicht liegt die Zukunft weniger in Gottesdiensten oder festlichen Zusammenkünften, sondern in persönlichen Begegnungen. Darin können die Menschen einander erzählen, was sie trägt und was sie zweifeln lässt. Sie können miteinander teilen, wo sie Spuren Gottes in ihrem alltäglichen Leben entdecken konnten. Geschichten vom Beistand Gottes können überall erzählt und gehört werden. Am berühmten Küchentisch, im Kirchenkaffee, bei einem spontanen Treffen oder eben am Feuer.

Nachdem wir mehrmals Holz nachgelegt hatten, haben wir gegen 21:30 Uhr das Feuer gelöscht. Doch die Wirkung des Abends blieb: das Feuer wärmte, erhellte die Dunkelheit um uns und schuf Raum für Begegnung. Wie in der Bibel, als Gott Mose im brennenden Dornbusch begegnete, erinnert uns das Feuer daran, dass Gott in unserer Mitte präsent: Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind … . In einer Zeit, die immer öfter als dunkel, kalt und unübersichtlich erlebt wird, sind solche Orte der Begegnung wertvoll.

Das nächste Männerfeuer wird am 17. Februar um ca. 19:15 Uhr entzündet werden. Dann wird es um die Frage gehen: Wo brauche ich Vertrauen statt Kontrolle? Alle Männer sind herzlich eingeladen, vorbeizukommen und die Wärme des Feuers und der Gemeinschaft selbst zu erleben.